Vorkommen der Gelbbauchunke im Aachener Raum

 
von Wolfgang Voigt

 

Die Gelbbauchunke (Bombina variegata) ist an dem auffälligen gelben Fleckenmuster auf der Bauchseite eindeutig zu erkennen. In der üblichen Körperhaltung ist sie durch gräuliche bis dunkelbräunliche Färbung eher getarnt. Bei Gefahr wirft sie sich auf den Rücken und lässt ihre Schreckfärbung aufleuchten. Ein weiteres Merkmal der Unken ist die herzförmige Pupille.
Im Gegensatz zur verwandten Rotbauchunke ist diese Art eher ein Vertreter aus dem Hügel- und Bergland. In den Mittelgebirgen steigt sie bis etwa 1.800 Meter Meereshöhe. Sie ist das ganze Jahr über in und an flachen Tümpeln zu finden, wenn diese weitgehend frei von Pflanzenbewuchs und sonnenexponiert sind. Mittlerweile nimmt sie auch wassergefüllte Fahrzeugspuren, weswegen sie auch in Sekundärbiotopen wie Kies- und Sandgruben sowie Steinbrüchen vorkommt. Auch Truppenübungsplätze bieten diesbezüglich meist optimale Lebensräume.
Nachfolgend sind die Vorkommen im Aachener Raum aufgelistet, die dem NABU Aachen-Land bekannt sind. Bei den Jahreszahlen handelt es sich um die Jahre, in denen die Art am betreffenden Ort zuerst und zuletzt beobachtet wurde. Bei den Personennamen geht es um Entdecker und letzte Informanten.

2003 / - Steinbruch Atzenach in Stolberg (KARL GLUTH)
2001 / 2003 NSG Zur Mühlen II in Stolberg (JOSEF METZEN / JOSEF METZEN)
2000 / 2004 NSG Binsfeldhammer in Stolberg (JOSEF METZEN / JOSEF METZEN, WOLFGANG VOIGT)
1994 / 2004 NSG Brockenberg in Stolberg (HILDEGARD KREBS-MAY / WOLFGANG VOIGT)
1987 / - Gedautal in Stolberg (ULRICH HAESE)
1987 / 2000 NSG Rüst in Stolberg (HILDEGARD KREBS-MAY / JOSEF METZEN)
1982 / 2004 Standortübungsplatz Brander Wald in Aachen (in Fahrspuren; ROBERT DRELING, OTTO HIRTZ / PETER ROBERTZ)
1982 / 1997 Eschweiler Stadtwald (GERHARD MOLL / WOLFGANG VOIGT)
1962 / 2000 Schlangenberg in Stolberg-Breinigerberg (in Panzer-Fahrspuren; GERHARD MOLL / WOLFGANG VOIGT). Anmerkung: Seit Einstellung des Betriebes auf dem ehemaligen Truppenübungsgelände ist der Bestand stark zurückgegangen.
 

 

Meldungen (auch über zurückliegende Beobachtungen bitte an:
Wolfgang Voigt, Entenweg 12, 52477 Alsdorf
wolfg.voigt@web.de

Letzte Aktualisierung: 17. Mai 2012

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