Der Hirschkäfer (Lucanus cervus) hat seinen Namen von den geweihartig vergrößerten Kiefer der Männchen. Während der Paarungszeit werden damit harmlose Kommentkämpfe ausgeführt.
Die Larven leben in verrottenden Baumleichen und Stubben, wobei eindeutig Eichen bevorzugt werden. Die Imagines, die in der Regel abends fliegen, lecken am Saftfluss blutender Bäume.
Die übertriebene „Säuberung“ der Forste hat den Bestand des Hirschkäfers - auch im Raum Aachen - stark zurückgehen lassen. Erst in jüngster Zeit kommt es zu einer gewissen Erholung.
In der Folge sind die Beobachtungen wiedergegeben, die dem NABU Aachen-Land aus dem Aachener Raum vorliegen. Bei den Jahreszahlen handelt es sich um die Jahre, in denen die Art am betreffenden
Ort zuerst und zuletzt beobachtet wurde. Bei den Personennamen geht es um Entdecker und letzte Informanten.
2011 / - Jülich-Barmen (Männchen an einer Hauswand; GERHARD ERDTMANN)
2008 / - Eschweiler in der Feldstraße (Weibchen; MARCUS STEINHAUS)
2007 / - Eschweiler auf dem Gelände der Donnerbergkaserne (Männchen; MARCUS STEINHAUS)
2005 / - Garten in Stolberg-Schevenhütte (KERSTIN POPPE)
2003 / - Nationalpark Eifel (Nationalparkverwaltung Eifel)
2003 / - Broicher Weiher in Alsdorf (Recherche: WOLFGANG VOIGT)
2002 / - Wurmtal südlich Herzogenrath (LÖBF)
2000 / - Schlosspark Ottenfeld in Alsdorf (KARL GLUTH)
2000 / - Scherbstraße in Herzogenrath (Quelle: KARL GLUTH)
1997 / - Eichenwälder im Hangbereich der Buntsandsteinfelsen im Rurtal südlich Düren (NABU Düren)
1997 / - Schlangenberg bei Stolberg-Breinigerberg (WOLFGANG VOIGT)
1996 / - Baumgarten Beggendorf in Baesweiler (KARL GLUTH)
1993 / - Berensberger Wald an der Wurm (GÜNTER KALINKA)
1990 / - Obstwiesen um Alsdorf-Bettendorf (JOSEF LOTHMANN)
1985 / 2000 Orsbacher Wald in Aachen (ROBERT DRELING / LÖBF)
Meldungen (auch über zurückliegende Beobachtungen) bitte an
Wolfgang Voigt, Entenweg 12, 52477 Alsdorf
wolfg.voigt@web.de
Stand: 30. Juni 2011