2011 / - Garten in Würselen Pley (Herr RADERMACHER)
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2006 / - |
Probsteier Wal bei Eschweiler (WOLFGANG VOIGT) |
| 2004 / - | Standortübungsplatz bei Stolberg-Buschmühle (PETER ROBERTZ) |
| 2003 / - | Goldbachstraße in Aachen (Das dort am 10. Oktober 2003 aufgefundene Tier wird zum Aachener Tierpark gebracht und anschließend auf dem Truppenübungsplatz in Stolberg-Buschmühle ausgesetzt; Quelle: EIKE LANGE) |
| 2003 / - | NSG Brockenberg in Stolberg (JOSEF METZEN) |
| 2003 / - | ehemalige Deponie Maria Theresia in Herzogenrath (WERNER NIEVELSTEIN) |
| 2002 | Truppenübungsplatz Vogelsang (LÖBF) |
| 2001 / 2003 | Obersee bei Einruhr (HERBERT WOLGARTEN / August 2002: vier Jungtiere, HERBERT WOLGARTEN / HERBERT WOLGARTEN) |
| 2000 / 2003 | Teverener Heide (RICHARD RIEDIGER / WOLFGANG VOIGT) |
| 1997 / - | Felsgebiet Kickley / Eugenienstein im Rurtal (NABU DÜREN) |
| 1997 / - | Burgfelsen von Nideggen im Rurtal (NABU DÜREN) |
| 1996 / - | NSG Napoleonsweg in Stolberg (MARTIN MAY) |
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1991 / 1996
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Schlangenberg in Stolberg-Breinigerberg (MARTIN MAY / PETER ROBERTZ)
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Reptilien sind den meisten Menschen nicht sonderlich sympathisch. Nur wenige können sich für den Schutz dieser urtümlichen Tiere begeistern. Insbesondere Schlangen hatten schon immer ein
schlechtes Image. Das fängt schon bei Adam und Eva an. Dabei sind Schlangen wie alle Reptilien neben den Amphibien in Deutschland am meisten gefährdet. Hauptursache dafür ist fehlender
Lebensraum. Dieser wurde auch in NRW durch Verbauung und Umwandlung von lichten Wäldern und Gebüschsäumen zu Ackerflächen und Nutzholzpflanzungen fast vollständig zerstört. Dabei sind diese Tiere
auf trockene und sonnige Standorte angewiesen, denn sie können keine eigene Körperwärme herstellen. So findet auch die Schlingnatter, eine kletterfreudige Schlangenart, kaum noch eine
Heimat.
Insgesamt treten in Deutschland sechs Schlangenarten auf. In Nordrhein-Westfalen lebt nur eine giftige Art: die Kreuzotter. Deren Biss sei nur gefährlich, wenn er nicht behandelt würde. Die
Schlingnatter sei völlig harmlos. Sie kann bis zu 70 Zentimeter lang werden. Die braune Grundfarbe variiert - bei den Männchen mehr ins Rötliche, bei den Weibchen überwiegt das Grau-Braune. Auf
dem Rücken zeigen sich dunkle Flecken in einer Längsreihe, die mitunter zu einem Zickzackband verschmelzen. Verantwortungslose Menschen halten sie daher häufig für eine Kreuzotter und erschlagen
sie. Die Schlingnatter unterscheidet sich durch einen dunklen Streifen vom Nasenloch bis zum Hals von der Kreuzotter.
Die Schlange bevorzugt offene, sonnige und vegetationsreiche Biotope, wie Felsflure und lichte Wälder. Sie kann gut klettern und sonnt sich gerne auf altem Gemäuer und Baumästen. Sie meidet
allerdings große Hitze. Die Schlingnatter kann wie alle Schlangen mit Hilfe ihrer Zunge Wärmequellen wahrnehmen. Züngelnd, dass heißt mit steter Zungenbewegung, findet sie so ihre Beute.
Eidechsen sind ihr Leibspeise. Aber auch kleine Nagetiere und Artgenossen werden gefressen. Die Beute wird rasch erfasst und umschlungen. Die Opfer sterben schnell durch Ersticken oder
Herzschlag.
Die Paarung findet nur jedes 2. oder 3. Jahr im April oder Anfang Mai statt. Die Weibchen gebären dann Anfang August 2 bis 15 Junge in Schleimhüllen. Daraus befreien sie sich mit heftigen
Bewegungen. Damit ist die Schlingnatter, wie einige weitere Schlangenarten, höher entwickelt als die meisten anderen Reptilien: Die legen kalkbeschalte Eier ab, in denen sich die Jungtiere erst
noch entwickeln müssen.
Im Nationalpark Eifel kann die Schlingnatter mit etwas Glück an sonnigen Tagen beobachtet werden. Um den Bestand der Schlingnatter nachhaltig zu sichern, muss wieder mehr Lebensraum für sie
geschaffen werden. Dafür kann jeder etwas tun: Eine Trockenmauer oder ein locker aufgeschichteter Steinhaufen im sonnigen naturnahen Garten könnte zur Heimat der Schlange und anderer seltener
Tier- und Pflanzenarten werden.
(Text und Foto: NABU NRW)