Die Türkentaube (Streptopelia decaocto) hat im 20. Jahrhundert eine bemerkenswerte Expansion innerhalb Europas durchgemacht.
Diese Vogelart stammt aus dem Südosten Europas. In Deutschland ist sie wohl das erste Mal im Jahre 1945 registriert worden.
Nach E. RESKE wird die Art bei Aachen das erste Mal 1952 beobachtet. (Quelle: Die Aachener Vogelwelt, in: CHARADRIUS, 5/1969)
Gerhard Moll stellt am 8. Juli 1962 die Türkentaube erstmals im Herzogenrather Stadtteil Afden fest. Sie sitzt auf einem Baum bei der Lederfabrik. Dort wird die Art auch in den Folgejahren sicher
nachgewiesen. Zu dieser Zeit veranstaltet der ORNITHOLOGISCHE VEREIN AACHEN (OVA) spezielle Exkursionen zur dieser „Seltenheit“.
Zwar gibt es aus dem Jahre 1962 auch Meldungen aus Alsdorf - so zum Beispiel aus dem Stadtteil Ofden - , jedoch kann eine Brut nicht nachgewiesen werden. In Würselen taucht 1964 die erste
Türkentaube auf. Zu dieser Zeit werden auch Tiere auf dem Herzogenrather Waldfriedhof gesichtet.
Ab 1965 beobachtet man größere Ansammlungen, so dass man auf zahlreiche erfolgreiche Bruten schließen kann.
Nachfolgend die Beobachtungen, die bisher vorliegen:
| 1986 | Buchenwald am Amstelbach (GERHARD MOLL) |
| 1985 | Bergehalde Adolf in Merkstein (GERHARD MOLL) |
| 30.10.1978 | 72 Exemplare an der Kellersberger Mühle in Alsdorf (GERHARD MOLL) |
| 26.12.1977 | 86 Tiere am Alsdorfer Tierpark (GERHARD MOLL) |
| 11.10.1974 | 51 Tiere an der Kellersberger Mühle in Alsdorf (GERHARD MOLL) |
| 1973 | 50 Exemplare im Krähenwald bei Ruif (GERHARD MOLL) |
| 1968 | Bis zu vier Tiere im Alsdorfer Burggarten und in der Luisenstraße, Ende des Jahres 21 Türkentauben an der Rathausstraße. Brutverdacht! (GERHARD MOLL) |
| 1966 | Erstmals im Krähenwald bei Ruif (GERHARD MOLL) |
| 09.02.1965 | 52 Exemplare bei Herzogenrath-Afden (GERHARD MOLL) |
Stand: 22. Oktober 2003
Der NABU Aachen-Land bittet um weitere Daten aus der Einwanderungszeit.
Meldungen an:
Wolfgang Voigt, Entenweg 12, 52477 Alsdorf
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