Der Uhu (Bubo bubo) erreicht annähernd Adlergröße, ist aber durch die auffallenden Ohrbüschel von allen Taggreifen deutlich zu unterscheiden. Gelegentlich werden von Laien Waldohreulen mit ihm
verwechselt.
Der Uhu jagt in der Dämmerung Säugetiere bis Hasen-, ausnahmsweise Rehgröße. Er erbeutet aber auch Vögel, Reptilien, Frösche und Großinsekten.
In den 60er Jahren ist diese Großeule im Rurtal ausgerottet worden, - ein Trend der bundesweit erfolgt ist. 1970 hat man den Bestand in der Bundesrepublik auf etwa 40 Brutpaare geschätzt. Nach
erfolgreicher Wiedereinbürgerung leben heute im Rurtal wieder mehrere Paare (Quelle: NABU Düren). 1997 wird die Zahl der Brutpaare in Nordrhein-Westfalen zwischen 60 und 80 eingestuft.
Auch im Aachener Raum zeigt der Uhu seit den 80er Jahren - vor allem durch die Bruten in Stolberger Steinbrüchen - eine leichte Ausbreitungstendenz. Die dem NABU Aachen-Land vorliegenden
Nachweise sind in der nachfolgenden Zusammenstellung aufgelistet. Bei den Jahreszahlen handelt es sich um die Jahre, in denen die Art am betreffenden Ort zuerst und zuletzt beobachtet wurde. Bei
den Personennamen geht es um Entdecker und letzte Informanten.
Nachfolgend die Beobachtungen, die dem NABU Aachen-Land bisher vorliegen:
2011 / 2012 Gut Tannenbusch in Stolberg (Rufe; HARTMUT FEHR / HARTMUT FEHR)
2005 / - Nivelsteiner Sandwerke in Herzogenrath (Paar; HANS RAIDA)
2005 / - bei Teveren (Baumbrut mit mindestens drei Jungtieren; HANS RAIDA)
2005 / - Nächtliche Rufe im Brombachtal im Monschauer Land (STUFFREIN, Quelle: KRINGS)
2003 / - Propsteier Wald bei Eschweiler (Nahrungsgast; HUBERT DEMMER)
2003 / 2011 Steinbruch Atzenach in Stolberg (Brut; JOSEF METZEN, WINFRIED RATZKE / Brut; HARTMUT FEHR)
2002 / - Kermeter (Brut? LÖBF)
2002 / - Truppenübungsplatz Vogelsang (Brut? LÖBF)
2001 / 2011 Bergehalde Anna 1 in Alsdorf (WOLFGANG VOIGT / KIRSTEN BOCK)
2001 / - Nordfriedhof in Alsdorf (KARL LANG, GERHARD MOLL, GÜNTER VENOHR)
2001 / - Alsdorf-Busch (KARL GLUTH)
2001 / - Alsdorf-Hoengen (KARL GLUTH)
2001 / - Alsdorf-Mariadorf (KARL GLUTH)
2001 / 2002 Tierpark in Alsdorf (GERHARD MOLL / GERHARD MOLL, WOLFGANG VOIGT)
2001 / 2011 Alsdorf-Ofden (GERHARD MOLL / Rufe, SYLVIA WERTHMANN)
2001 / - Altmerberen bei Baesweiler (ARMIN TEICHMANN)
2000 / 2003 Steinbruch „Zur Mühlen II“ in Stolberg (Bruten; JOSEF METZEN / JOSEF METZEN)
2000 / - Imgenbroich (GÜNTER KRINGS)
2000 / - Forstamt Hochau bei Simmerath (GÜNTER KRINGS)
1999 / - Frankenburg in Aachen (Brut; GERHARD MOLL, HELLA NEUMANN)
1998 / - Rursee (laut Pressebericht wurde ein erschöpftes Tier aus dem See gefischt; zitiert von GÜNTER KRINGS)
1996 / 2003 NSG Berhardshammer in Stolberg (Bruten; MARTIN MAY / JOSEF METZEN)
1993 / 2000 NSG Brockenberg in Stolberg (Bruten; HILDEGARD KREBS MAY, MARTIN MAY, JOSEF METZEN / HILDEGARD KREBS-MAY, MARTIN MAY, JOSEF METZEN)
1985 / - Monschau-Höfen (GÜNTER KRINGS)
1983 / 1987 NSG Rüst in Stolberg (Bruten; HILDEGARD KREBS-MAY, MARTIN MAY, GERHARD MOLL / HELMUT SANG)
1983 / 2003 NSG Binsfeldhammer in Stolberg (Bruten; HELMUT KLUSSMANN / GERHARD MOLL)
1983 / - Halde Nierchen in Eschweiler (Totfund; Quelle: MOLL-Tagebuch Nr. 39)
1982 / - Herzogenrath-Merkstein (HEINZ TIEMANN)
1982 / 2011 Alsdorf-Duffesheide (SPEER, Quelle: GERHARD MOLL / HUBERT DEMMER)
1982 / - Aachener Wald bei Adamshäuschen (JOHANNES ROTTMANN)
1978 / - Schneeberg in Aachen (HANS-GEORG BOMMER)
Stand: 16. Januar 2012
Uhumeldungen aus dem Aachener Raum bitte an:
Wolfgang Voigt, Entenweg 12, 52477 Alsdorf
wolfg.voigt@web.de