Vorkommen der Wespenspinne im Aachener Raum

Bergehalde Adolf (Foto: Armin Teichmann) Bergehalde Adolf (Foto: Armin Teichmann)

von Wolfgang Voigt


Diese Radnetzspinne mit der auffälligen Körperzeichnung hat ihr ursprüngliches Vorkommen auf der Alpensüdseite und im gesamten Mittelmeerraum. Namengebend ist der schwarz-gelb gebänderte Hinterkörper. Der Vorderkörper ist silbrig behaart. Der zweite Name Zebraspinne ist bezüglich der Färbung etwas irreführend. Ihr wissenschaftlicher Name ist Argiope bruennichi. In unseren Breiten erreicht diese Spinnenart die stattliche Körperlänge von 15, in südeuropäischen Gebieten sogar von 20 Millimetern. Das Männchen ist mit seinen maximal 5 Millimetern dagegen eher winzig.
Die Wespenspinne bevorzugt sonnige Gebiete mit niedrigem Bewuchs. Wenn die anderen Umweltbedingungen stimmen, kommt sie durchaus auch auf feuchteren Wiesen vor. Das meist unmittelbar über dem Erdboden angelegte Radnetz, mit dem die Spinne Beutetiere bis Heuschreckengröße fängt, ist sehr charakteristisch und erleichtert die Erfassung ihres Vorkommens, auch ohne dass man sie selbst antrifft: es trägt ein senkrecht verlaufendes, zickzackartiges Gespinstband.
Bis etwa in das Jahr 1940 hat es in Deutschland zwei eng umgrenzte Vorkommen gegeben: in der Oberrheinischen Tiefebene und bei Berlin. Seit dieser Zeit hat die Spinne ihre Verbreitungsareale ständig erweitert, so dass sie mittlerweile in ganz Süddeutschland und im Norden bis zur Elbe heimisch geworden ist.
In der Folge sind die Beobachtungen wiedergegeben, die dem NABU Aachen-Land aus dem Aachener Raum vorliegen. Bei den Jahreszahlen handelt es sich um die Jahre, in denen die Art am betreffenden Ort zuerst und zuletzt beobachtete wurde. Bei den Personennamen geht es um Entdecker und den letzte Informanten.

 

2009 / -            Haus und Garten im Entenweg in Alsdorf-Ofden (RENATE VOIGT)

 

2006 / -            Wiese in Baesweiler-Setterich (größere Population; MARCUS RASCHKE)

 

2003 / -            Mergelgrube bei Orsbach, „Großer Busch“ (HERBERT WOLGARTEN)

 

2003 / -            Sumpfwiese am Kälberbend im Wurmtal in Herzogenrath (Einzelexemplar; GÜNTER VENOHR)

 

2003 / -            Teverener Heide (GÜNTER VENOHR; 2003: drei Exemplare, GÜNTER VENOHR)

 

2003 / -            Sumpfwiese an einem Wurm-Altarm beim Bahndamm in Herzogenrath (GÜNTER VENOHR; 2003: zwei Exemplare, GÜNTER VENOHR)

 

2003 / -            Bergehalde Anna bei Noppenberg (GÜNTER VENOHR; 2003: zwei Exemplare, GÜNTER VENOHR)

 

2002 / -            Industriegebiet bei Alsdorf-Hoengen (PETER DZINGA)

 

2000 / 2003      NSG Brockenberg in Stolberg (JOSEF METZEN / JOSEF METZEN)

 

2000 / -            Tageserholungsanlage Broichbachtal in Alsdorf (KATHRIN SCHAEFER)

 

2000 / -            Gelände der ehemaligen Hauptschule in Alsdorf-Ofden (STEFFI VASSEN)

 

1999 / 2006      ehemalige Deponie Maria Theresia in Herzogenrath (WOLFGANG VOIGT / GÜNTER VENOHR; 2003: mindestens 200 Exemplare, GÜNTER VENOHR)

 

1996 / -            Münsterbach- (Inde-) Tal in Stolberg (HILDEGARD KREBS-MAY)

 

1996 / 2003      NSG Schlangenberg bei Stolberg-Breinigerberg (WOLFGANG VOIGT / HERBERT WOLGARTEN)

 

1996 / 2010      Bergehalde Adolf in Herzogenrath-Merkstein (WOLFGANG VOIGT / ARMIN TEICHMANN)

 

1995 / 1997      Bergehalde Carl Alexander in Baesweiler (WOLFGANG VOIGT / WOLFGANG VOIGT)

 

 

Meldungen (auch über zurückliegende Beobachtungen) bitte an

Wolfgang Voigt, Entenweg 12, 52477 Alsdorf

wolfg.voigt@web.de

 

Stand: 23. August 2010

 

Letzte Aktualisierung: 17. Mai 2012

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