Leserbriefe des NABU Aachen-Land

Der Vorsitzende des NABU Aachen-Land  Dr. Eike Lange wendet sich in einem Leserbrief gegen die umfangreiche Berichterstattung über eine "Diskussion" von Jagdvertretern in der Aachener Lokalpresse:

9. Dezember 2018: Welchen Stellenwert hat der Naturschutz für die AZ / AN?

"Es ist erstaunlich wie eine Tageszeitung einer Interessengemeinschaft eine ganze und eine viertel Seite ihrer Zeitung zur Selbstdarstellung für eine Antwort auf einen 2-Spalten-Kommentar von Redakteur Rose vom 16.11. zur Verfügung stellt.  Naturschützer bekommen meistens nur den Platz für einen Leserbrief. Von einer Diskussion kann ja wohl nicht die Rede sein, wenn Gleichgesinnte über ihr Hobby sprechen. Noch nicht einmal ein zweiter deutscher Jagdverband, der „Ökologische Jagdverband“, war eingeladen.

 

Warum müssen Tierarten ins Jagdgesetz um gehegt zu werden, wenn nicht darum, sie auch irgendwann einmal zu bejagen.   Wir Naturschützer sind auch in der Lage Tiere zu hegen und zu schützen, die in keinem Gesetzbuch stehen.  Es ist schlicht und einfach eine Falschmeldung, wenn behauptet wird, dass eine Biologische Station (die es nicht gibt) in Kranenburg einen Berufsjäger einstellt, um Füchse und andere Prädatoren zu jagen. Es handelt sich hier um ein „Life-Projekt“ der EU, in dessen Rahmen allein Nutria und Bisamratte dezimiert werden müssen.

 

Auch wir befürworten   die Jagd nach ökologischen Richtlinien, wenn nach dem Abschuss   eine sinnvolle Verwendung stattfindet. Warum werden Arten geschossen, die bestenfalls ausgestopft in einem Wohnzimmer landen.  Seit dem Vergasungsverbot für Fuchs und Dachs hat sich die von Jägern prophezeite unermessliche Ausbreitung der beiden Arten nicht eingestellt.  Das Verbot der Fuchsjagd in Luxemburg und dem Nationalpark Eifel   hat sich auch nicht negativ ausgewirkt. In beiden Gebieten gibt es im Gegensatz zu der Behauptung eines Jägers selbsterständlich Bodenbrüter. Zu einer Diskussion gehört nach meinem Verständnis auch das Infragestellen von Behauptungen, die offensichtlich falsch sind."

 

Für eine Veröffentlichung wäre ich Ihnen dankbar.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Eike Lange

 

Zumutung für Wardener Bürger

Leserbrief zum Beschluss des Stadtentwicklunsgausschusses der Stadt Alsdorf zur Windkraft-Energie-Zone im Eschweiler Feld nahe Warden. (AZ vom 30.12.2014)

 

Die Stadtoberen von Alsdorf muten ihren Wardener Bürgern einiges zu. Erst die Mülldeponie und jetzt stimmen sie der Windkraft-Energie-Zone der Stadt Eschweiler zu. Bis auf 500 Meter an die äußersten Häuser von Warden soll die WE-Zone reichen. Die etwa 300 Meter weiter entfernten Aldenhovener Anlagen stehen die meiste Zeit still. Der Strom wird hier anscheinend gar nicht gebraucht oder ist es Windmangel?

Bei 200 Meter hohen Anlagen sollte man lieber über 1000 Meter Abstand zur Wohnbebauung diskutieren.                                           

 

Auch ökologische Bedenken sind hier gegeben. Dieser Bereich bis zum Blausteinsee dient dem Wanderfalken, der im Kraftwerk Weisweiler brütet als Nahrungsbiotop. Die Kornweihe überwintert hier regelmäßig. Die Einflugschneise für Enten, Gänse, Möwen und andere zum Blausteinsee  würde durch die geplanten fünf Windräder noch mehr eingeschränkt.

 

Der Naturschutzbund (NABU) Aachen-Land betrachtet die schon bestehenden Aldenhovener Räder als problematisch. Durch die dazu kommenden  Eschweiler Räder würde die westlichen Seite  des Blausteinsees quasi verschlossen. Die von Rheinbraun  bei der Rekultivierung  für den  Naturschutz  dem NABU übergebene Obstwiese  würde  50 bis 100 Meter neben einem Windrad liegen. Diese Obstwiese ist Steinkauzbrutgebiet und Nahrungsbiotop für Mausebussard, Turmfalke und Kornweihe und würde diese Greifvögel direkt in den Gefahrenbereich  der Rotorblätter locken.

 

Nicht jede Gemeinde muss mit aller Gewalt Windenergiezonen ausweisen. Menschliche und tierische Einwohner sollten ab und zu berücksichtigt werden.

 

Eike Lange, 1. Vorsitzender des NABU Aachen-Land

Letzte Aktualisierung:

20. April 2019

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