Die Bekassine im Aachener Raum

von Wolfgang Voigt

 

Die ersten Nachweise aus dem Aachener Raum liegen für das Jahr 1959 vor. GERHARD MOLL vermerkt in seinen Tagebüchern zunächst nur das Jahr für die Feststellung am Buschhof bei Herzogenrath. Genauer sind die Angaben für die nächsten beiden Beobachtungen: vier Tiere im November 59 im Broichbachtal an der Römerbrücke bei Noppenberg und zwei Exemplare im Dezember 59 am Kellersberger Weiher in Alsdorf.

 

Auch in der Folgezeit handelt es sich meist um Durchzügler und Wintergäste. Die Schwerpunkte des Auftretens für den Nordkreis Aachen in den 60er Jahren liegen im Broichbach- und Wurmtal sowie an den so genannten Bergsenkungsgewässern des Aachener Steinkohlereviers: Kläranlage Broichbachtal in Alsdorf, Rückhaltebecken Herzogenrath, Sueren Pley beim Alsdorfer Nordfriedhof, Krähenwald bei Herzogenrath-Ruif, Broicher Weiher in Alsdorf, Auwald bei Kranentalsmühle, ehemaliger Weiher an der Kellersberger Mühle, Broicher Bend bei Würselen-Broich und NSG Unteres Broichbachtal bei Noppenberg.

 

In den 70er Jahren kommen jahreszeitlich spätere Beobachtungen aus den Nachbarkreisen hinzu. So gibt es erste Belege für die Kläranlage Pier (Balzflug am 14.4.1973) durch HERIBERT SCHWARTHOFF und für die Escher Bürge (Balzrufe am 2.5.1973) durch FRANZ JOSEF CASPERS.

 

Ebenfalls auf die 70er Jahre sind die Erfassungen des Vorkommens von Durchzüglern und Wintergästen auf der ehemaligen Deponie Maria Theresia in Herzogenrath zurückzuführen. Eine Erstbeobachtung gelingt GERHARD MOLL 1975. Weitere Beobachtungen bis 2011 verdanken wir JOSEF JOSSEN, LOTHAR BEELITZ, HANS-GEORG BOMMER, ARMIN TEICHMANN, ARNOLD NÖTHGEN und vor allem GÜNTER VENOHR. Letzterer verfolgt am 9. und 10. Mai 1987 die Balz von Bekassinen. HARTMUT FEHR vermerkt hierzu in seinem Buch „Die Vögel im Norden des Kreises Aachen“ (Düsseldorf 1991): „Eine Brut wurde wahrscheinlich durch eine kurz danach eintretende Schafbeweidung der Fläche verhindert.“

 

Seit den 80er Jahren vermehren sich die Beobachtungen aus dem Wurmtal (vor allem dem Bereich bei Finkenrath nördlich Herzogenrath und dem Tal südlich Rimburg).

 

Aus dem Südkreis gibt es seit einigen Jahren Meldungen, etwa aus dem Kranzbruchvenn in Simmerath und dem Brackvenn bei Mützenich sowie von einer Feuchtwiese bei Witzerath (HEINZ WEISHAUPT).

 

Neuere Beobachtungen liegen auch aus dem Bereich des Senkungsgebiets bei Siersdorf und vor allem aus dem Tal der Neuen Inde bei Aldenhoven vor (BOMMER / TEICHMANN). Höhepunkt bei Siersdorf sind 18 Tiere am 16.4.2011 (VOIGT). Diese Zahl erreicht aber bei weitem nicht die bisherige Höchstzahl von 72 Vögeln am 25. September 1969 im Bereich des Alsdorfer Senkungsgewässers Sueren Pley.

 

Alsdorf, im Oktober 2012

Beobachtungen des Vogel des Jahres: Bekassine 2013

 

14.09.2013      auffliegendes Exemplar, Senkungsgebiet bei Siersdorf (MARIA ESSER und WOLFGANG VOIGT)

 

13.09.2013      sechs Tiere, Senkungsgebiet bei Siersdorf (ARMIN TEICHMANN)

 

17.02.2013      neun Tiere, NSG Eiländchen im Selfkant (PETER HAMACHER)

 

27.01.2013      Einzelexemplar, NSG Eiländchen im Selfkant (PETER HAMACHER)

 

(Stand: 26. September 2013)

 

Bitte melden Sie Beobachtungen vom Vogel des Jahres 2013 aus dem Großraum Aachen an

wolfg.voigt@web.de

 

Letzte Aktualisierung:

3. JULI 2019

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