Vorkommen der Blauflügeligen Ödlandschrecke im Aachener Raum

von Wolfgang Voigt


Diese tagaktive Dickfußschrecke mit dem wissenschaftlichen Namen Oedipoda caerulescens liebt sonniges, trockenes Gelände mit wenig Vegetation. Sie ist vor allem in Südeuropa zu Hause, kommt aber auch an warmen Orten in Mitteleuropa vor. Ihre Farbe ist eigentlich hellgrau mit dunkleren Marmorierungen, kann aber der jeweiligen Bodenfärbung stark angepasst sein. In jedem Fall ist sie beim Auffliegen an den hellblau aufleuchtenden Hinterflügeln eindeutig erkennbar. Sie kann nicht nur weit fliegen, sondern auch weit springen. Dabei verlässt sie in der Regel die offenen, kaum bewachsenen Bereiche nicht.
Seit den 80er Jahren ist die Art in unserer Gegend hauptsächlich von den Bergehalden des ehemaligen Aachener Steinkohlereviers bekannt. Mittlerweile breitet sie ihr Vorkommen aber auch auf andere Ödlandbereiche aus.
Möglicherweise ist die Besiedlung von der in den Niederlanden gelegenen Brunssumer Heide aus erfolgt, wo das nächste Großvorkommen der Schrecke ist (FEHR, 1991).
In der Folge sind die Beobachtungen wiedergegeben, die dem NABU Aachen-Land aus dem Aachener Raum vorliegen. Bei den Jahreszahlen handelt es sich um die Jahre, in denen die Art am betreffenden Ort zuerst und zuletzt beobachtet wurde. Bei den Personennamen geht es um Entdecker und letzte Informanten.

 

2013 / -         Mariental-Grube bei Scherpenseel (ARMIN TEICHMANN)

 

2010 / -         Sophienhöhe bei Jülich (WILHELM LEMMEN)

 

2009 / 2010   Brunssumer Heide (LISA und OLAF OP DEN KAMP / WOLFGANG VOIGT)

 

2007 / 2009   Bergehalde Emil Mayrisch bei Siersdorf (HERMANN SCHMALDIENST, WOLFGANG VOIGT / WOLFGANG VOIGT)

 

2006 / -         Blausteinsee bei Eschweiler (GÜNTER VENOHR)

 

2005 / 2006   Sportplatz-Baustelle (Brache seit 2002) am Gymnasium der Stadt Alsdorf (über hundert Exemplare Anfang Juli bis September 2005, BERNHARD A. CÜPPER, WOLFGANG VOIGT / WOLFGANG VOIGT)

 

2003 / -         Parkplatz Scherpenseel (HERBERT WOLGARTEN)

 

2003 / -         Nivelsteiner Sandwerke in Herzogenrath (GÜNTER VENOHR)

 

2003 / -         Grünlandfläche am Blausteinsee bei Eschweiler (EIKE LANGE)

 

2003 / -         Ödlandbereiche im Propsteier Wald bei Eschweiler (EIKE LANGE)

 

2000 / 2003   NSG Binsfeldhammer in Stolberg (JOSEF METZEN / JOSEF METZEN)

 

1999 / 2003   Teverener Heide (unterschiedlich gefärbte Exemplare; GÜNTER VENOHR / HERBERT WOLGARTEN)

 

1996 / 2001   Bergehalde Anna 2 in Alsdorf (KARL GLUTH / WOLFGANG VOIGT)

 

1993 / 2005   Bergehalde Gouley in Würselen (GÜNTER KALINKA / WOLFGANG VOIGT)

 

1991 / 2003   Bergehalde Adolf in Herzogenrath-Merkstein (HANS RAIDA / HERBERT WOLGARTEN)

 

1991 / 2004   Bergehalde Carl Alexander in Baesweiler (HARTMUT FEHR / WOLFGANG VOIGT)

 

1991 / 2005   Bergehalde Anna bei Noppenberg (HARTMUT FEHR / WOLFGANG VOIGT)

 

1988 / 2005   Bergehalde Maria Hauptschacht in Alsdorf-Mariadorf (HARTMUT FEHR / WILHELM LEMMEN, WOLFGANG VOIGT)

 

1982 / 2005   Bergehalde Anna 1 in Alsdorf (sowohl rot gefärbte als auch melanine Exemplare; KARL GLUTH / HERMANN SCHMALDIENST, WOLFGANG VOIGT)

 

 Stand: 24. August 2013

 

Meldungen (auch über zurückliegende Beobachtungen) bitte an

Wolfgang Voigt, Entenweg 12, 52477 Alsdorf

wolfg.voigt@web.de

 

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