Stadt Alsdorf: Vernetzen, aufwerten, mit Leben füllen

- NABU: Und nichts dazugelernt

Der so genannte Anna-"Park", im Hintergrund die Anna-Bergehalden (Foto: Wolfgang Voigt))
Der so genannte Anna-"Park", im Hintergrund die Anna-Bergehalden (Foto: Wolfgang Voigt))

 

"Im Gegensatz zu den Nachbarkommunen Herzogenrath und Baesweiler, die ihre Halden (Adolf und Carl-Alexander) bereits in Parks umgewandelt haben, ist die Halde Noppenberg - von Führungen mit dem Energeticon und vereinzelten Spaziergängern und Freizeitsportlern abgesehen - unerschlossen und ungenutzt. Nachdem der EBV die größte der drei Alsdorfer Halden veräußert hat, könnte man - so die Überlegung der Verwaltung - nun mit dem neuen Eigentümer Ideen zur Gestaltung (Aufstiegsrampe, "Geostrahl" und Großskulptur "Ammoniticon") besprechen und diese umsetzen. ..." [AZ vom 22.3.2017]

 

"Gegen einen Teil des Konzepts für die Freizeit- und Tourismusentwicklung in der Stadt Alsdorf haben sich im Ausschuss für Stadtentwicklung Naturschützer ausgesprochen. In der Fragestunde für Bürger meldeten sich Dr. Eike Lange vom NABU und Franz-Josef Emundts vom BUND zu Wort. Beide betonten, dass die Halde Noppenberg, die ins Freizeitkonzept eingebunden werden soll, unter Naturschutz stehe - gemäß Landschaftsplan 2, der Gültigkeit habe. Darin enthalten ist ein Verbot der Freizeitnutzung." [AZ vom 25.3.2017]

 

Und nichts dazugelernt [Leserbrief von Karl Gluth zum AZ-Artikel vom 22.3.2017, AZ vom 29.3.2017]:

 

"Das Foto vom Fördergerüst zeigt die von der Stadt angelegte Landschaft: Beton, Golfrasen und ein paar chinesische Papierbirken, also tote Landschaft und im Hintergrund das Naturschutzgebiet Halde Noppenberg, voller Arten, die auf der Roten Liste stehen, also Natur pur, - das will die Stadt Alsdorf ändern. Dumm nur, dass im Landschaftsplan 2, der Gesetzeskraft hat, die Schutzbestimmungen klar geregelt sind. Dort steht unter 2.1-6 unter anderem Ungestörte Entwicklung zur Förderung der Flora und Fauna. Unter den Verboten 2.1 steht unter anderem Verbot der Freizeitnutzung. Das heißt, das Ansinnen der Stadt ist gesetzwidrig, das gilt auch für den Bürgermeister. ...

Zur Erinnerung: Als man vorhatte, den Franzschacht zu sprengen, habe ich als Nutzung ein Kletterhotel vorgeschlagen. Es gab außen und innen 70 Meter hohe Wände, Strom, Wasser, einen umlaufenden Balkon, also alles, was es in dieser Form in Deutschland nicht gab, - wo waren da die Freizeitnutzer der Stadt? Das Ergebnis kennen wir, weg damit, kostet Millionen.

Für den Schutz der Halden tat die Stadt nichts, nur der NABU machte eine Bestandsaufnahme der dort vorkommenden Pflanzen, Insekten, Vögel und Amphibien (heute noch im Internet unter nabu-aachen-land.de zu finden). Ergebnis: Unterschutzstellung als Naturschutzgebiet, auch das ist einmalig in Deutschland! Bei einem Büro hätte diese Untersuchung (seinerzeit) 50.000 DM gekostet, bei den Ehrenamtlern vom NABU war es kostenlos."

Der Annapark - kein Glanzlicht Alsdorfer Planung: von der Bevölkerung kaum angenommen, - objektiv betrachtet kein Wunder: Beton, Golfrasen und dann diese Papierbirken, von den dubiosen Steinkohle-Metaphern mit ihrem Bahndamm-Look einmal ganz abgesehen.

Diese Stadt schickt sich nun an, die unter Naturschutz stehenden Bergehalden in ihre Freizeit-Planungen einzubeziehen.

 

Wer nur die Ansprüche weniger Vertreter einer Spaßgesellschaft und den damit verbundenen Kommerz im Blick hat, kann natürlich eine von der Natur eroberte Landschaft aus zweiter Hand (Bergehalden! - auf dem Bild im Hintergrund) nicht dulden. Dort gibt es ja nur Unkraut und Ungeziefer auf der Spielwiese selbsternannter Naturschützer, die im übrigen vom wahren Leben keine Ahnung haben.

 

Kommentar und Foto: Wolfgang Voigt

Letzte Aktualisierung:

27. April 2017

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