Aktiven-Newsletter 07/2026
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| Aktiven-Newsletter | NABU Aachen-Land 07/2026 | 01.01.2026 |
Liebe Mitglieder des NABU Aachen-Land,
Wir wünschen Ihnen / Euch eine gutes und gesundes neues Jahr 2026 mit vielen Naturerlebnissen und Naturaktivitäten. Anbei unser monatlicher Newsletter, mit dem wir über unsere Aktivitäten und Veranstaltungen informieren.
Jahresrückblick 2025 mit Kaffeetrinken
Unser gemeinsames Weihnachtskaffeetrinken der zusammenarbeitenden Naturschutzvereine war auch in diesem Jahr wieder gut besucht. In angenehmer Atmosphäre wurden Erfahrungen ausgetauscht und interessante Beobachtungen präsentiert. Diese jahrzehntelange Tradition werden wir auch im Jahr 2026 fortsetzen.
Sechzehnte „Stunde der Wintervögel“

Copyright: Frank Derer, Jonas Sielenkämper
Die sechzehnte Wintervogelzählung findet vom 9. bis 11. Januar 2026 statt. Neben ganzjährig bei uns vorkommenden Arten wie Amsel und Rotkehlchen können dabei auch zahlreiche Wintergäste beobachtet werden, die aus den noch kälteren Regionen Nord- und Osteuropas nach Mitteleuropa ziehen. Machen auch Sie mit bei der nächsten "Stunde der Wintervögel"! Eine besondere Qualifikation außer Freude und Interesse an der Vogelwelt ist für die Teilnahme nicht nötig.
https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/sdw/index.html
Wildtier des Jahres 2026
Der Rothirsch (Cervus elaphus) ist Wildtier des Jahres2026. Bei der Abstimmung, die jedes Jahr von der Deutschen Wildtier Stiftung initiiert wird, setzte er sich gegen die Mitbewerber Hermelin und Goldschakal durch. Das nach dem Wisent größte heimische Wildtier ist so imposant wie scheu, nur selten bekommen Menschen es zu sehen. Der „König des Waldes“ ist seit Jahrhunderten fester Bestandteil der europäischen Landschaft. Majestätisch wirkt nicht nur seine Größe, sondern auch das jedes Jahr aufs Neue wachsende Geweih. Nach dem Abwerfen im Februar ist es pünktlich zur Brunftzeit im September wieder komplett und kommt im Kampf gegen männliche Rivalen zum Einsatz. Dann gilt es, mit dem bekannten Röhren möglichst viele Hirschkühe zur Fortpflanzung um sich zu scharen und immer wieder zu verteidigen. Diese etwa zwei Wochen andauernde Phase führt beim Rothirsch zu Verlusten von bis zu 30 Prozent des Körpergewichts. Kein Wunder also, dass er den Sommer mit möglichst wenig Bewegung aber viel Fett anfressen verbringt und im Winter den Energiesparmodus einlegt. Die meiste Zeit des Jahres lebt Rotwild zurückgezogen und sozial in Rudeln zusammen, die nach Geschlechtern getrennt sind. In den weiblichen Rudeln bestimmt eine ranghohe, erfahrene Leitkuh über Fress-, Flucht- und Zugverhalten der Gruppe. Männliche Hirsche verlassen mit der Geschlechtsreife den Familienverband ihres Muttertiers und finden eigene Rudel, die sich zur Brunft auflösen. Je nach Rückzugsmöglichkeiten und Nahrungsangebot können Rudel aus drei bis zweihundert Tieren bestehen!

Foto: Joe Aichner-NABU
Rotwild ist in offenen Landschaften anzutreffen, seine Nahrung sind hauptsächlich von Gräser und Kräuter. Typisch war ein ausgeprägtes Wanderverhalten, vor allem zwischen Winter- und Sommergebieten, um auch bei Frost und Schnee an genügend Nahrung zu kommen. Die Hirsche sind verantwortlich für den genetischen Austausch zwischen Populationen, ihr natürliches Wanderverhalten stellt die genetische Vielfalt sicher. Die über ganz Deutschland verteilten, durch Straßen und Städtebau zerschnittenen Bezirke verhindern oder erschweren Wanderbewegungen; queren Hirsche Gelände, das als „rotwildfreier Bezirk“ definiert ist, laufen sie Gefahr, geschossen zu werden.
Und so steht der Rothirsch wie kaum ein anderes Tier im Spannungsfeld von Naturschutz und wirtschaftlichen Interessen. Aufgrund der Verinselung der Rothirsch-Vorkommen verliert die Art mehr und mehr genetische Vielfalt. Populationsgenetiker sprechen bereits vom Beginn eines Aussterbeprozesses. Die Stiftung fordert daher unter anderem, dass sich zwischen weit auseinanderliegenden Vorkommen kleine Populationen etablieren dürfen, die als Trittsteine zur Vernetzung dienen. Nur wenn wir dem Rothirsch wieder mehr Raum geben, kann es gelingen, diese faszinierende Tierart langfristig in Deutschland zu erhalten.
Für mehr Info: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/sonstige-saeugetiere/30840.html
Pflegeeinsätze auf unseren Grundstücken
Im Januar halten wir Winterruhe, im Februar geht es dann gleich mit einer Obstbaumpflanzung und dem Pflegeschnitt unserer Weidenbäume los.
Unsere Termine im Januar:
Mittwoch, 07.01.2026, 19 Uhr Monatsversammlung mit Vortrag und Film
Mein kleiner Freund – Reineke Fuchs
Referent*in: Josef Bücken, NABU Aachen-Land
Sonntag, 11.01.2026, 9 Uhr, Dauer ca. 2 Stunden, Spaziergang über den Waldfriedhof Aachen
Leitung: Dr. Eike Lange und Josef Lothmann, NABU Aachen-Land
Treffpunkt: Parkplatz Waldfriedhof, Monschauer Straße, Aachen,
Anreise auch mit Bus möglich
Montag, 12.01.2026, 19 Uhr, Dauer ca. 2 Stunden, Aktiventreffen für Mitglieder und Gäste
Treffpunkt: Gebäude der Malteser, Drischer Str.35 in 52146 Würselen
Mehr Informationen finden Sie / findet Ihr auf unserer Webseite und bei Instagram / Facebook.
Wir suchen immer Aktive und helfende Hände! Eine NABU-Mitgliedschaft ist dafür keine Voraussetzung. Melden Sie sich / Meldet Euch gerne unter info@nabu-aachen-land.de oder 0160 95466320
Viele Grüße
Ihr / Euer Team vom NABU Aachen-Land
