Aktiven-Newsletter 08/2026
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| Aktiven-Newsletter | NABU Aachen-Land 08/2026 | 01.02.2026 |
Liebe Mitglieder des NABU Aachen-Land,
hier unser monatlicher Newsletter, mit dem wir über unsere Aktivitäten und Veranstaltungen informieren.
Ergebnisse der „Stunde der Wintervögel“
145.000 Menschen haben Anfang Januar mit uns Vögel gezählt. Vielen Dank, dass sie trotz klirrender Kälte dabei waren!
Weniger froh stimmt uns dagegen das Gesamtergebnis: Mit durchschnittlich 32 gesichteten Vögeln pro Garten setzt sich der Abwärtstrend vergangener Jahre deutlich fort. Im Vergleich: Bei der ersten Zählung im Jahr 2011 lag der Schnitt noch bei 45,8 Vögeln. Ein trauriger Negativrekord, auch bei Beständen häufiger Arten wie Amseln, Finken oder Meisen. Besonders auffällig gingen die Sichtungen von Haus- und Feldsperling zurück.
Trotz der negativen Trends gab es auch Arten mit deutlichen Zuwächsen: In vielen Regionen wurden insbesondere Kohlmeisen, Blaumeisen, Amseln, Buchfinken und Rotkehlchen häufiger beobachtet als im Vorjahr. Auch mittelhäufige Arten wie Schwanzmeisen, Goldammern und Zaunkönige legten zu.
Vögel füttern im Winter
Soll man oder soll man nicht? Richtig ist, dass Fütterung von Vögeln zum Schutz gefährdeter Vogelarten kaum beiträgt. Trotzdem finden wir: Richtig betrieben ist die Vogelfütterung vor allem im Winter von November bis Februar Hilfe und Naturerlebnis zugleich. An Futterstellen lassen sich die Tiere nämlich aus nächster Nähe beobachten. So lässt sich durch das Füttern nicht nur Natur erleben, sondern es vermittelt auch Artenkenntnis. Das gilt besonders für Kinder und Jugendliche, die immer weniger Gelegenheit zu eigenen Beobachtungen und Erlebnissen in der Natur haben.

Copyright: NABU/Ingo Ludwichowski
Wird das Wetter im Februar nochmal richtig winterlich, so haben es die Vögel besonders schwer: fast alle Beeren und Samen sind aufgefressen, die Insekten und Würmer sind in ihren Winterquartieren und die Larven noch nicht geschlüpft. Nun sind die Vögel am meisten auf unsere Hilfe angewiesen: Sie finden kaum Futter und verbrauchen trotzdem viel Energie, um ihre Körpertemperatur von rund vierzig Grad gegen die Kälte der Umgebung aufrecht zu erhalten. Labormessungen haben ergeben, dass zum Beispiel Meisen in einer einzigen Kältenacht bis zu zehn Prozent ihres Gewichtes verlieren!
In ihrer Ernährungsweise teilen sich die Vögel in zwei Gruppen: Weichfutterfresser und Körnerfresser.
Weichfutterfresser sind Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Zaunkönig, Amsel und Star. Sie suchen sich ihre Nahrung bevorzugt am Boden und fressen tierische Kost, feine Sämereien oder Früchte. Ihnen ist also mit grobem Körnerfutter nicht geholfen. Bieten Sie daher Haferflocken, Mohn, Kleie, Rosinen und Obst oder in Fachgeschäften erhältliches Mischfutter in Bodennähe an. Ein besonderer Leckerbissen sind in heißem Öl getränkte Haferflocken. Keinesfalls sollte man salzige Nahrung wie Speck oder Salzkartoffeln verfüttern. Brot ist ebenfalls nicht zu empfehlen, da es im Magen der Vögel aufquillt und schnell verdirbt. Auch Fett-Körner-Mischungen (Meisenknödel, Ringe) eignen sich, sofern diese gut erreichbar sind. Die meisten reinen Weichfutterfresser nehmen diese Talgmischungen aber bevorzugt zerbröselt vom Boden auf. Das Fett ersetzt dabei die tierische Kost. Solche Fett-Körner-Mischungen haben zudem den Vorteil, dass die Körner in einem Fettgemisch vor Nässe geschützt sind.
Die flexibleren Arten unter den Weichfressern wie Meisen, Spechte oder Kleiber sind „Allesfresser“. Sie können im Winter auf Körnerfutter umstellen und nehmen auch Sonnenblumenkerne, Hanf und Mohn an.
Zu den Körnerfressern zählen Finken, Sperlinge und Ammern. Sie sind mit einem kräftigen Schnabel ausgerüstet und fressen Sonnenblumenkerne, Hanf und andere Sämereien aus Futtermischungen. Mehr Info, zum Beispiel zur richtigen Futterstation und zum Futterplatz finden Sie unter:
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/vogelfuetterung/index.html
Lurch des Jahres 2026: Der Alpensalamander
Der Alpensalamander (Salamandra atra) ist 12 bis 16 Zentimeter groß und einheitlich schwarz glänzend gefärbt. Die Männchen erreichen nicht ganz die Größe der Weibchen. Unterseits sind die Tiere bleigrau gefärbt. Ihre Gestalt ist insgesamt zierlicher als beim bekannten Feuersalamander.

Foto: Christoph-Moning
Sein Lebensraum sind lichte Buchen- und Laubmischwälder, meist mit einem kühlfeuchten Klima in der Nähe von Bächen. In Nadelwäldern siedelt die Art nur selten. Oberhalb der Baumgrenze kann man den Alpensalamander auch im Bereich von Alpenweiden, Zwergstrauchfluren, Felsfluren und Schutthalden finden. In Deutschland wird von ihm nur der Bereich der nördlichen Kalkalpen Bayerns besiedelt.
Alpensalamander paaren sich außerhalb des Wassers, abhängig von Wetter- und Temperaturbedingungen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Amphibien, die ihren Laich im Wasser ablegen und deren Nachkommen ein Larvenstadium mit Kiemenatmung durchmachen, bringen die lebendgebärenden Alpensalamander ein bis zwei voll entwickelte, rund vier Zentimeter große und lungenatmende Jungtiere zur Welt, die sofort an Land lebensfähig sind. Als einziger mitteleuropäischer Lurch kann der Alpensalamander also unabhängig von Oberflächengewässern existieren – eine Anpassung an die extremen Lebensbedingungen im Hochgebirge.
Aufgrund ihrer nur regionalen Verbreitung im Alpenraum, stehen Alpensalamander in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter Schutz. Als hochspezialisierte klimasensible Art droht dem Alpensalamander vor allem im Zuge des Klimawandels durch schrumpfende Verbreitungsgebiete Gefahr. Die spezielle Lebensweise mit wenigen Jungen und einer extrem geringen Reproduktionsrate – unter allen Landwirbeltieren besitzt der Alpensalamander auch die längste Tragzeit – bringen gravierende Nachteile mit sich. Dort wo die Art vorkommt, ist sie jedoch meist häufig, so dass keine akute Bedrohung der Art gegeben ist. Vielmehr ist der Alpensalamander lokal durch den Klimawandel und die Zerstörung des Lebensraumes (zum Beispiel intensive Forstwirtschaft, Skitourismus, Verkehrstod auf Straßen) bedroht.
Der Alpensalamander ist europaweit geschützt nach der FFH-Richtlinie (Anhang IV) und „streng geschützt“ nach Bundesnaturschutzgesetz. Streng geschützte Arten dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden. Außerdem ist es verboten, sie durch Aufsuchen ihrer Lebensstätten zu beunruhigen.
Für mehr Info: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/amphibien-und-reptilien/amphibien/artenportraets/10636.html
Neues Lager für unsere Geräte
Mit allen inzwischen beschafften Geräten für die Pflegeeinsätze war das bisherige Lager recht eng geworden. Nach längerer Suche haben wir endlich ein größeres Lager gefunden, dass wir uns jetzt mit Regalen und einem trockenen Innencontainer (für Akten und Veranstaltungsbroschüren) einrichten können. Aktuell herrscht noch ein rechtes „work in progress“ Durcheinander, in das wir mit mehreren Arbeitseinsätzen die notwendige Ordnung hineinbringen werden.
Unsere Termine im Februar:
Mittwoch, 04.02.2026, 19 Uhr
Monatsversammlung mit Vortrag Heimische Orchideen
Referent*in: Arno Cymutta, NABU Aachen-Stadt
Samstag, 07.02.2026, 17 Uhr, Abendexkursion: Zur Uhu-Balz in die Eifel
Leitung: Achim Schumacher, NABU Düren
Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Bitte melden Sie sich über achimschumacher@gmx.de an.
Am Montag, 09.02.2026, 17:30 Uhr begrüßen wir neue Interessierte im Malteserheim in Würselen (Drischer Straße 35)
mit Häppchen, Getränken und einer Kurz-Info über unseren Verein.
Im Anschluss daran findet das monatliche Aktiventreffen statt.
Samstag, 21.02.2026, 9.30 bis ca. 14 Uhr bei frostfreiem Wetter
Mitmach-Aktion: Obstbäume pflanzen auf unseren Wiesen Galgenmorgen und Lürkener Stein
Leitung: Udo Thorwesten, NABU Aachen-Land
Treffpunkt: Garagenlager des NABU Aachen-Land am Lindenhof an der L238, Alsdorfer Straße,
in Eschweiler Dürwiß. Pflanzung von jungen Obsthochstämmen mit Details wie Pflanzschnitt und Verbissschutz. Wiesenpflege mit Heckenschnitt und Bekämpfung unerwünschter Gehölzsämlinge; Anmeldung erforderlich bei: udo.thor@online.de , (Notfalltelefon 0177 332 0807). Die Termine sind witterungsabhängig für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren (bitte keine Hunde mitbringen). Getränke und einen kleinen Imbiss gibt es am Ende der Aktion.
Mehr Informationen finden Sie / findet Ihr auf unserer Webseite und bei Instagram / Facebook.
Wir suchen immer Aktive und helfende Hände! Eine NABU-Mitgliedschaft ist dafür keine Voraussetzung. Melden Sie sich / Meldet Euch gerne unter info@nabu-aachen-land.de oder 0160 95466320
Viele Grüße
Ihr / Euer Team vom NABU Aachen-Land
