NABU-Eigentum: Hundforter Benden im Wurmtal

Unser neues Grundstück in Herzogenrath, die Hundforter Benden, ist nun auch im Grundbuch eingetragen und damit Eigentum vom NABU Aachen-Land.

 

Lange Verhandlungen mit potentiellen Geldgebern haben die Angelegenheit bis November 2015 verzögert. Das Landesbüro der Naturschutzverbände hat nach drei Monaten Verhandlung abgelehnt. Man war der Meinung, dass das Grundstück auch für den Preis von reinem Wiesenland zu bekommen sein müsste. Die Aachener Stiftung Kathy Beys hat erst gar nicht auf unsere Anfrage geantwortet.

 

Schließlich hat uns die Untere Landschaftsbehörde der StädteRegion Aachen über die Bezirksregierung Köln geholfen und die Hälfte der Kosten übernommen.

 

Um zwei Nachbargrundstücke wollen wir uns noch bemühen.

Es handelt sich um 1,2 Hektar Auwald, in dem seit 40 Jahren keinerlei forstwirtschaftliche Tätigkeiten vorgenommen wurden. Das werden wir im Grundsatz auch weiter so handhaben.

Der Wald gehört zum NSG Wurmtal und wir wollen durch den Erwerb verhindern, dass ähnliche Abholzungsmaßnahmen wie im Further Wald durchgeführt werden.

Eventuell müssen nur einige für einen Auwald untypische Bäume entnommen werden. Dabei hat der Biber schon fleißig geholfen.

Auch ohne gezielte Kartierung sind bereits die verschiedensten selteneren Vogelarten festgestellt worden. Eine erfolgreiche Baumfalken-Brut konnte registriert werden. Außerdem gehören Hohltaube, Eisvogel, Gebirgsstelze, Sumpfrohrsänger, Grauschnäpper, Bunt- und Grünspecht sowie die Mandarinente zu den beobachteten Vögeln.

Kleinschmetterlinge, Schwebfliegen, Schlupfwespen, Heuschrecken und die Wespenspinne finden hier wie vermutlich zahlreiche weitere Wirbellose einen idealen Lebensraum.

Um der interessanten einheimischen Flora wieder gute Wuchsbedingungen zu bieten, sind im Spätsommer 2015 schon Arbeitseinsätze gegen das Indische Springkraut und die Herkules-Staude durchgeführt worden. Dieses Jahr werden wir sehen, ob sich der Einsatz gelohnt hat.

 

Avifauna (Erstbeobachtungen seit NABU-Übernahme)

  1. Baumfalke (RA / VE: 22.4.2015)
  2. Buntspecht (VE: 24.7.2015)
  3. Eisvogel (VE: 4.7.2015)
  4. Gartenbaumläufer (VE: 22.8.2015)
  5. Gebirgsstelze (VE: 4.7.2015)
  6. Grauschnäpper (VE: 22.8.2015)
  7. Grünspecht (VE: 24.7.2015)
  8. Hohltaube (VE: 24.7.2015)
  9. Mandarinente (VE: 4.7.2015)
  10. Rotdrossel (VE: 6.3.2017)
  11. Sumpfrohrsänger (VE: 22.8.2015)
  12. Waldwasserläufer (VE: 3./4.2016)
  13. Weidenmeise (VE: 8.2.2017)
  14. Wiesenpieper (VE: 8.2.2017)

 

Beobachter:

HANS RAIDA (RA), GÜNTER VENOHR (VE)

Stand: 14. März 2017 - VO.

 

Besondere Pflanzenarten

  1. Aronstab (Arum maculatum) (HA / VO)
  2. Echter Beinwell (Symphytum officinale) (HA)
  3. Fuchssches Greiskraut (Senecio ovatus) (VO)
  4. Rote Johannisbeere (Ribes rubrum) (VO)
  5. Laubholz-Mistel (Viscum album) (VO)
  6. Hohe Schlüsselblume (Primula elatior) (VO)
  7. Echte Walnuss (Juglans regia) (VE / VO)

Erfasser:

HELMUT HAGER (HA), GÜNTER VENOHR (VE), WOLFGANG VOIGT (VO)

Stand: 4. April 2017

 

Bilder und weitere Daten gibt es hier bei Naturgucker.

Letzte Aktualisierung:

20. JULi 2017

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